Er steht schon lange als Inbegriff von Fahrfreude
Es ist so weit, der neue BMW M2 steht abfahrbereit in den Startlöchern
Nach nur rund anderthalb Jahren schickte BMW die zweite Generation des M2 in die Schönheitsfarm für ein Update. Vor allem technisch steht der Wagen frischer da, optisch gab es nur hier und da Korrekturen. Die Preise starten nun ab 61900 Euro, im vergangenen Juni waren es noch 58100 Euro.
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- BMW M2
Für pure Fahrfreude steht bei BMW der Buchstabe M kombiniert mit der Zahl zwei. Der M2 setzte immer schon hohe sportive Maßstäbe in der kompakten Premiumklasse, folgte dem Marken-Slogan „Freude am Fahren“ begierig. Dieser Hochleistungs-Sportwagen hat jetzt in allen Bereichen nochmals tüchtig zugelegt, BMW selbst spricht von einem in dieser Fahrzeugklasse neuen Niveau. Noch kraftvoller, ausdrucksstärker durch neue Design-Akzente innen wie außen und besser ausgestattet will der 4,58 Meter lange M2 seinen bisherigen Erfolgsweg fortsetzen, möglichst noch weiter ausbauen. Die weltweite Markteinführung startete im August 2024.
DER OPTISCHE AUFTRITT
Die Außenhaut bleibt weitestgehend identisch zum Vorgänger. Am Heck sind die Endrohrblenden nun serienmäßig in Schwarz gehalten, die arg kleine Auswahl der Außenfarben wurde erweitert (jetzt 14), eine neue Doppelspeichen-Felge gibt es ebenfalls. Weiterhin gibt es optional diverse Carbon-Teile, auch das Dach gehört dazu. Letzteres reduziert das Gesamtgewicht um sechs Kilogramm, senkt zugleich den Schwerpunkt. Innen wurde mehr geändert. Das Update reicht vom M Lederlenkrad mit nun unten abgeflachtem Kranz (auch in Alcantara möglich) über M-Sportsitze sind in neuen Designs und bis zu Carbon-Schalensitzen, die nun unabhängig vom M Race Track-Paket zu haben sind. Durch konsequente Digitalisierung wurde die Zahl der Tasten und Regler im Cockpit verringert, die Instrumententafel wirkt jetzt noch attraktiver.
DIE MOTORISIERUNG
Der vorne eingebaute Benziner ist ein in jeder Hinsicht imposanter Geselle: drei Liter groß, mit sechs Zylindern in Reihe, leistungsgesteigert auf nun 480 PS (+ 20 PS). Jede Menge technische Raffinessen machen ihn besonders fit, wenn es um Ansprechverhalten und Höchstleistungen geht. Auch Biturbo-Technologie, Hochdrehzahl-Charakteristik, variable Ventilsteuerung oder stufenlose Nockenwellenverstellung gehören dazu. Plus etliche aus dem Rennsport abgeleitete Innovationen, die auch ein noch spontaneres Ansprechverhalten, noch mehr Drehfreude und ein hohes Leistungsvermögen beim Einsatz auf der Rennstrecke fördern. Dazu gehören das extrem steife Kurbelgehäuse, die geschmiedete Leichtbau-Kurbelwelle, Zylinderlaufbahnen mit aufwändig aufgebrachter Eisenbeschichtung (Lichtbogendrahtspritz-Verfahren) oder ein spezieller Ölkreislauf. Letzterer garantiert auf Rennstrecken selbst bei extremen Längs- und Querbeschleunigungen eine zuverlässige Schmierung.
Das Drehmoment mit serienmäßiger 8-Gang-Automatik (M Steptronic, Drivelogic) liegt nun bei 600 Nm, im M2 mit optionalem (!) 6-Gang-Handschaltgetriebe sind es weiterhin 550 Nm.
NOCHMALS SCHNELLER UNTERWEGS
Liegt der richtige Gang an, hängt der Motor gierig am Gas, begeistert mit kernigem Sechszylinder-Sound und Leistungsbereitschaft. Der Spurt von 0 auf 100 ist in 4,0 Sekunden erledigt (Handschaltung: 4,2). Von 0 auf 200 verbessert sich der Wert um 0,6 Sekunden auf 12,9 Sekunden. Beim Handschalter sind es ebenfalls 0,6 Sekunden weniger und insgesamt 13,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h begrenzt, mit dem optionalen M Driver's Package sind 285 km/h möglich.
Um die geschärfte Leistungscharakteristik des Motors bei dynamischer Fahrweise besonders intensiv erlebbar zu machen, optimierten die Ingenieure Fahrpedalabstimmung und Ansprechverhalten für alle im M Setup Menü wählbaren Antriebs-Modi weiter. Daraus resultieren in beiden Getriebe-Varianten spürbar spontanere Reaktionen auf Beschleunigungswünsche mittels Einsatz vom rechten Fuß des Fahrers. Dann, wenn derjenige am Steuer schon intensive Erfahrungen mit dem Vorgänger hatte.
Bleibt zum Ende noch der Verbrauch. Der zu Gleichgesinnten vergleichbare Wert beträgt nach dem WLTP-Zyklus rund zehn Liter (exakt: 9,8), bei entsprechender Fahrweise mit dem Gasfuß ganz weit unten am Bodenblech lässt sich dieser locker verdoppeln. Auch bei den CO2-Emissionen (223 g/km) liegt der Wagen deutlich über den EU-Durchschnittsnormen.
Von Achim Stahn